Seien wir ehrlich: Das Bleigießen ist seit 2018 verboten, das Raclette-Gerät hat seinen Zenit überschritten, und der Butler stolpert seit Jahrzehnten über denselben Tigerkopf. Andere Länder feiern Silvester lauter, schräger und deutlich nasser. Hier sind vier Städte zum Anwärmen. Die restlichen elf, den Countdown und den Mitternachts-Fahrplan gibt es im Spezial.
Kopenhagen: Teller werfen, Stuhl springen
Die Dänen werfen altes Geschirr gegen die Türen ihrer Freunde. Je größer der Scherbenhaufen, desto beliebter bist du. Um Mitternacht springt man vom Stuhl ins neue Jahr. Und ja: Auch hier läuft „Dinner for One“, also fühlst du dich trotzdem ein bisschen zuhause.
Edinburgh: Hogmanay plus Eiswasser-Taufe
Fackelzug, Straßenparty, Feuerwerk über der Burg. Und am Neujahrsmorgen springen Verkleidete beim Loony Dook ins eiskalte Meer. Kater weg, garantiert. Wer nicht baden will, schaut einfach zu und hält den Tee warm.
„Same procedure as every year? Nope.“
Athen: Glück mit Granatapfel
Statt Blei wird hier das Glück zerschmettert: Nach Mitternacht knallt man einen Granatapfel gegen die Haustür. Je mehr Kerne fliegen, desto besser das Jahr. Danach Vasilopita, und wer die Münze im Kuchen findet, darf ein Jahr lang angeben.
Reykjavík: Freudenfeuer und Feuerwerks-Anarchie
Erst sitzt gefühlt das ganze Land vor einer satirischen Jahresrückblick-Show, dann brennen in den Vierteln große Freudenfeuer und um Mitternacht explodiert die Stadt. Bester Logenplatz: der Hügel an der Hallgrímskirkja.